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Quellenforschung
In der Stadt
Bad Lobenstein hat es ursprünglich drei Kirchen
gegeben: die Schlosskapelle, auch Schlosskirche
genannt, eine Kapelle im Hain und die Pfarr-
oder Stadtkirche.
Die Pfarr- oder Stadtkirche wurde vor dem Jahre
1510 erbaut. Aus diesem Jahr stammt eine
Ablassurkunde des Naumburger Weihbischofs für
Reliquien im Hohen Altar der Kirche, der dem
Heiligen Michael geweiht war. Deshalb wurde das
Kirchweihfest an dem auf dem Michaelstag
folgenden Sonntag gefeiert. ( 29. September bis
5. Oktober )
Erbauungsdatum unbekannt
Wann die Kirche erbaut wurde ist unbekannt.
Wahrscheinlich stand sie an dem jetzigen
Standort der Kirche, damals außerhalb der
Stadtmauer. In den Jahren 1587 bis 1612 wurde
das Langhaus der Kirche vergrößert und ein Turm
angebaut. Der Stadtbrand in der Nacht vom 13.
zum 14. Februar 1714 zerstörte das Schloss, die
Stadtkirche, das Amtshaus, das Rathaus, die
Superintendentur, das Rektorat und 155
Wohnhäuser, unter ihnen sämtliche Bäckereien.
Kurz vor dem Brand waren die Kirche renoviert
und eine neue Orgel und Turmuhr angeschafft
worden.
Stadtbrände und Notkirchen
Da in ganz Lobenstein kein genügend großer Raum
für die Gottesdienst-gemeinde vorhanden war,
wurde in zwei Notkirchen Gottesdienst gehalten,
im fürstlichen Vorwerk auf dem Gallenberg und in
dem Witwensitz Christianenzell. Trotz der
schweren Not unter den Bürgern wurde sofort mit
dem Wiederaufbau der Kirche begonnen. Am 1.
Advent 1714 konnte der Gottesdienst wieder in
die |
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Sach- und Geldspenden die größte Not zu lindern. Wieder mussten die
Gottesdienste an zwei Stellen, im Schloss und im
Christianenzell, gehalten werden. Am 9. August
1733 wurde der erste Gottesdienst in der
behelfsmäßig wieder errichteten Kirche gehalten.
In den folgenden Jahren wurden vier neue
Glocken, eine neue Orgel und eine neue
Turmuhr angeschafft, sowie 1746 die verbrannte
Turmhaube erneuert.
Der letzte
große Brand
In der Nacht vom 2. zum 3. Dezember 1862
vernichtete der letzte große Stadtbrand 47
Wohnhäuser, die Kirche, die Superintendentur,
die Mädchenschule und das Steueramt. Der
überfüllte Weihnachtsgottesdienst musste in
einem Stall, dem eiligst dazu hergerichteten
Marstall, späteres Sanatorium, abgehalten
werden. 1863 begann der Wiederaufbau der
niedergebrannten Kirche. Glocken, Orgel und
Turmuhr mussten neu angeschafft werden. Am 16.
Dezember 1863 war die Einweihung.
Im Jahre 1940 wurden in einem größeren Umbau die
2. Empore und die Emporen im Altarraum entfernt.
Im Jahr 1965 wurde die alte Orgel von der Firma
Jehmlich in Dresden ausgebaut und unter
Verwendung eines geringen Teils der Alten, eine
neue Orgel aufgestellt. 1977 fand eine |
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notdürftig hergerichtete Kirche verlegt werden.
Bis 1717 konnten Innenarbeiten, sowie der Bau
einer
neuen Orgel
und Turmuhr vollendet werden.Schon am 18. September 1732 vernichtete ein noch
furchtbarerer Brand, dem auch Menschenleben zum
Opfer fielen, fast die ganze Stadt. An größeren
Gebäuden blieben nur das Neue Schloss und das
Hospital erhalten. 150 Einwohner verloren ihre
Häuser. Da am Tage des Brandes die Gräfin
Erdmuthe Benigne beerdigt wurde, war ein großer
Teil der Lobensteiner Bürger in Ebersdorf, als
in ihrer Stadt der Brand wütete. Angesichts des
bevorstehenden Winters war die Not unermesslich.
Die Einwohner von Gera, Schleiz und Zeulenroda
versuchten mit |
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umfassende Innenrenovierung
statt. Es wurde in diesem Zusammenhang der neue
Flügelaltar, geschaffen von Friedrich Popp,
eingebaut und auch die Ausmalung der Kirche
moderner gestaltet.
Umfangreiche Sanierungsarbeiten
Seit dem Jahr 2000 laufen umfangreiche
Sanierungsarbeiten im Außenbereich der Kirche.
Es wurde mit großen finanziellen Aufwand der
Kirchturm erneuert. Weiterhin wurde das Dach der
Kirche mit neuen Schiefer eingedeckt. An der
Fassade der Kirche wurde begonnen erste Schäden
zu beheben. Der überwiegende Teil der
Außenfassade wird (hoffentlich) in den nächsten
Jahren in Angriff genommen. |